Mit ‘Universität Wien’ verschlagwortete Einträge
13. Mai 2009

Einen eher ungewöhnlichen Kandidaten schickt der RFS in die ÖH-Wahl: Patrice Kagome ist schon über 30 und stammt ursprünglich aus Ghana. Wie nicht anders zu erwarten, setzt der RFS auch bei dieser Wahl auf die Werte Menschenliebe und Toleranz. „Wir müssen endlich begreifen, dass die ausländischen Studenten immer noch extremen Schikanen ausgesetzt sind. Genau für diese Menschen ist der RFS da!“, sagt Kagome.
Das Wahlprogramm des RFS sieht unter anderem vor, dass die Studiengebühren für ausländische Studenten abgeschafft werden. Studierende aus der Türkei sollen außerdem durch diverse Bonuszahlungen nach Österreich gelockt werden. „Wenn schon ein EU-Beitritt der Türkei von den politischen Kräften in Österreich verhindert wird, so wollen wir wenigstens auf diesem Wege den notwendigen kulturellen Austausch zwischen der Türkei und Österreich ermöglichen“, gibt sich der Spitzenkandidat des RFS optimistisch.
Eine weitere Forderung betrifft die Umbenennung des „Dr. Karl Lueger-Rings“ in der Wiener Innenstadt. „Lueger war nachweislich ein Antisemit. Es ist eine Schande, dass eine wichtige Straße nach ihm benannt wurde“, so Kagome. Um auf die jüdische Kulturtradition in Wien hinzuweisen, fordert der RFS deshalb die Umbenennung in „Theodor Herzl Ring“. Ob man mit diesem Programm bei den Wählern punkten kann?
www.rfs.at
Schlagworte:ÖH, ÖH Wahl, FPÖ, Politik, RFS, Satire, Universität Wien
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12. Mai 2009

Ist das ein Informatikstudent? Ist das ein Mensch mit Frisuren-Krebs? Ist das ein Sexualstraftäter? Weit gefehlt! Es handelt sich hierbei um den Genossen Sebastian Wisiak, Spitzenkandidat des KSV. Nachdem der überzeugte Brillenträger den Weltrekord im Dauer-Onanieren aufgestellt hat, tritt er nun bei der ÖH-Wahl an.
Das Wahlprogramm des KSV kann durchaus als radikal bezeichnet werden. So fordert der KSV etwa die sofortige Schließung aller Wirtschaftsuniversitäten in ganz Österreich. Die betroffenen Studenten sollen in Umerziehungslager transportiert werden, wo sie anschließend lernen, dass Luxusgegenstände ebenso krebserregend sind, wie die Musik von Rosenstolz.
Eine weitere drastische Forderung ist die Zwangskollektivierung der Universität für Bodenkultur. „Es kann doch nicht sein, dass die landwirtschaftlichen Güter, die dort zu Testzwecken angebaut werden, nur der dekadenten Universitätsleitung zur Verfügung stehen“, so Wisiak. „Wir wollen die derzeitige Organisationsstruktur, die problemlos funktioniert, durch einen korrupten und ineffizienten Beamtenapparat ersetzten. Sicher, es kann dann schon vorkommen, dass man zwei Jahre warten muss, bis man seinen Studentenausweis zugeschickt bekommt, aber das muss einem die Weltrevolution schon wert sein“, so der Vorsitzende des KSV. Wir wünschen viel Erfolg!
www.comunista.at
Schlagworte:ÖH, ÖH Wahl, KSV, Politik, Satire, Universität Wien
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12. Mai 2009

Unter dem Motte „Mach dich frei“ tritt die Spitzenkandidatin des LSF, Alegra-Isabel Raising (am Foto links unten), zur ÖH-Wahl an. Ein durchaus passender Satz, den Alegra aus ihrer Vergangenheit nur zu gut kennen muss, als sie noch in einem Bordell an der Moldawischen Grenze gearbeitet hat. Mittlerweile hat sie es geschafft, ihre dunkle Vergangenheit abzulegen und kann sich ganz darauf konzentrieren, sich tonnenweise Make-up ins Gesicht zu klatschen und Neoliberalismus zu predigen.
Alegra, die so wirkt als sei sie mit Silvio Berlusconi verheiratet, studiert übrigens Rechtswissenschaften und IBWL in Wien. Machos mag sie ebenso wie Sex And The City und Turbokapitalismus. Was sie gar nicht mag sind Sozialfälle, schlechtes Wetter und Fremdwörter. Das Wahlprogramm des LSF hat es in sich: Man will sich für mehr Transparenz in der ÖH einsetzen. Die 10 Millionen Euro, die der ÖH jedes Jahr zur Verfügung stehen, sollen laut Meinung des LSF effizienter eingesetzt werden. Raising schlägt hier etwa den Kauf von Meinl-Aktien vor, auch ein Börsengang der Universität Wien ist für die Spitzenkandidatin vorstellbar. „Die Hauptuniversität Wien ist eines der wenigen Gebäude in der Stadt, welches ohne Werbeflächen auskommt. Das ist ja wie in der Sowjet-Union“, argumentiert Raising. Sie will sich außerdem dafür einsetzen, dass Studenten mit Doppelnamen ein Sonder-Stipendium erhalten.
http://machdichfrei.wordpress.com/
Schlagworte:ÖH, ÖH Wahl, LSF, Politik, Satire, Uni Wien, Universität Wien
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4. Mai 2009

Mit eher geringen Erwartungen gehen die Anhänger des VSSTÖ in die ÖH-Wahl 2009. Besonders überraschend ist der Umstand, dass man in diesem Jahr ganz auf ein eigenes Wahlprogramm verzichtet hat. „Da wir unsere Programme nach jeder Wahl ohnehin ignorieren, haben wir uns diesmal dazu entschlossen, erst gar keines aufzustellen“, erklärt die Spitzenkandidatin Sophie Wollner das geniale Konzept ihrer Partei.
Wollner selbst ist 24 und setzt sich vor allem für die Gleichberechtigung ein, außerdem ist sie farbenblind und spielt gerne Black Jack. Für die schlechten Studienbedingungen an den österreichischen Universitäten macht sie vor allem die Männer verantwortlich. Ihr politisches Engagement kommt nicht gerade überraschend: Schon in der Schulzeit war sie für Amnesty International tätig, wo sie als nervige Promo-Tante unschuldige Passanten belästigte. Diese Belästigung versucht Wollner nun auch auf politischer Ebene weiterzuführen, was ihr, zumindest visuell gesehen, durchaus gelingt. Ob man ohne Wahlprogramm und ohne sympathisches Auftreten eine Wahl gewinnen kann, wird sich zeigen.
www.vsstoe.at
Schlagworte:Satire, Politik, Universität Wien, ÖH, ÖH Wahl, VSSTÖ
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23. April 2009

„Es gibt nur einen Gott und Wolfgang Schüssel ist sein Prophet!“, so lautet das Motto von Samir Al-Mobayyed, Spitzenkandidat der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft (AG). Der 25-jährige Steirer hält trotz Wirtschaftskrise am Turbokapitalismus fest: „Die Krise hat sicherlich nichts mit dem System an sich zu tun. Weiß doch ein jedes Kind, dass die Sozialdemokraten für die Krise verantwortlich sind und sonst niemand“, meint Al-Mobayyed.
Das Programm der AG für die kommenden ÖH-Wahlen hat es in sich: Man will sich bei einem Wahlerfolg für bessere Studienbedingungen einsetzten. Ein wirklich revolutionäres Wahlziel, das so niemand erwartet hätte. Für Studierende an der Wirtschaftsuniversität fordert die AG zudem eigene U-Bahn Waggons: „Es ist einfach nicht zu ertragen, dass sich Wirtschaftsstudenten die U-Bahn mit Publizistik- und Psychologiestudenten teilen müssen. An ihnen klebt der widerliche Geruch von Arbeits- und Erfolglosigkeit, Studenten der WU sollten mit so etwas einfach nicht konfrontiert werden“, so der Spitzenkandidat der AG.
Auch andere heikle Forderungen will die AG bei einem Wahlsieg umsetzten. So soll es etwa Menschen aus gewissen Bezirken in Wien verboten werden, überhaupt ein Studium zu beginnen. „Warum Menschen aus dem zehnten Wiener Gemeindebezirk überhaupt studieren wollen ist mir ein Rätsel. Diese Menschen sollen sich lieber auf das konzentrieren, was ihnen in die Wiege gelegt wurde: Müll wegräumen und das Gesundheitssystem belasten“, so Al-Mobayyed. Ein besonderes Anliegen ist dem Steierer außerdem die Einführung der Sharia an allen österreichischen Hochschulen. „Ich bin sicher, dass es diesbezüglich ein großes Verständnis unter den Studierenden gibt“, zeigt sich Al-Mobayyed optimistisch.
Weitere Infos unter: http://www.aktionsgemeinschaft.at/
Schlagworte:Aktionsgemeinschaft, ÖH, ÖH Wahlen, Politik, Satire, Universität Wien, Wahlen
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