
Einen eher ungewöhnlichen Kandidaten schickt der RFS in die ÖH-Wahl: Patrice Kagome ist schon über 30 und stammt ursprünglich aus Ghana. Wie nicht anders zu erwarten, setzt der RFS auch bei dieser Wahl auf die Werte Menschenliebe und Toleranz. „Wir müssen endlich begreifen, dass die ausländischen Studenten immer noch extremen Schikanen ausgesetzt sind. Genau für diese Menschen ist der RFS da!“, sagt Kagome.
Das Wahlprogramm des RFS sieht unter anderem vor, dass die Studiengebühren für ausländische Studenten abgeschafft werden. Studierende aus der Türkei sollen außerdem durch diverse Bonuszahlungen nach Österreich gelockt werden. „Wenn schon ein EU-Beitritt der Türkei von den politischen Kräften in Österreich verhindert wird, so wollen wir wenigstens auf diesem Wege den notwendigen kulturellen Austausch zwischen der Türkei und Österreich ermöglichen“, gibt sich der Spitzenkandidat des RFS optimistisch.
Eine weitere Forderung betrifft die Umbenennung des „Dr. Karl Lueger-Rings“ in der Wiener Innenstadt. „Lueger war nachweislich ein Antisemit. Es ist eine Schande, dass eine wichtige Straße nach ihm benannt wurde“, so Kagome. Um auf die jüdische Kulturtradition in Wien hinzuweisen, fordert der RFS deshalb die Umbenennung in „Theodor Herzl Ring“. Ob man mit diesem Programm bei den Wählern punkten kann?




